Großvenediger – Nationalpark Hohe Tauern

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Großvenediger in den Hohen Tauern – die Weltalte Majestät

Der Großvenediger in den Hohen Taurn ist nicht nur Namensgeber, sondern auch zugleich höchster Berg der Venedigergruppe. Mit offiziell 3657m Höhe ist er einer der höchsten Berge Österreichs.
Als Teil des Nationalpark Hohe Tauern gehört er zu einer großartigen Hochgebirgslandschaft. Der Nationalpark bietet einer außergewöhnlichen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen einen geschützten Lebensraum.
Dieser beeindruckende Biodiversität reicht hier von den Tälern bis über 3000m und man durchquert in den Höhenstufen gleichsam alle Klimazonen von Mitteleuropa bis zur Arktis.
Sie resultiert somit aus den vielfältigen klimatischen, geologischen, geomorphologischen und hydrologischen Standortbedingungen im Hochgebirge und den differenzierten Anpassungsstrategien der Tier- und Pflanzenwelt.

Der Großvenediger ist von allen Seiten stark vergletschert und durch lange, wunderschöne Täler erreichbar, die uns in eine herrliche Hochgebirgswelt bringen.
Schlatenkees, Mullwitzkees und Obersulzbachkees sind einige der Gletscher, die auf den unterschiedlichen Anstiegen begangen werden.

Erstbesteigung:

Die Erstbesteigung erfolgte im Jahre 1841.
Lange Zeit galt der Großvenediger als unbezwingbar und selbst der Großglockner 3798m als höchster Berg Österreichs wurde über 40 Jahre vorher am 28.Juli 1800 erstbegangen.
Die markanten Grate, die weiten Gletscherflächen und die schneebedeckten Flanken übten seit jeher eine Faszination und Anziehungskraft auf Bergsteiger aus.
1828 organisierte der bergbegeisterte Erzherzog Johann die erste Expedition. Über die schwierige Nordseite sollte der Anstieg erfolgen. Als Expeditionsleiter wurde Oberförster und Jäger Paul Rohregger festgelegt.
Durch seine Ortskenntnis bestens geeignet führte er die Gruppe von Bramberg über Neukirchen zur Ascham-Alm am Beginn des Gletschers.
Beim weiteren Aufstieg löste sich unterhalb der Venedigerscharte eine Lawine, riss den Expeditionsleiter mit, welcher schwer verletzt wurde und beendete dadurch den erste Versuch.
Erst 13 Jahre später organisierte Ignaz von Kürsinger eine weitere 40 Mann starke Expedition. Die Teilnehmer folgten dem Weg von 1828 und konnten mit 26 Männern erfolgreich den Gipfel über den Südrücken besteigen.
Der Begriff „Weltalte Majestät“ wurde durch von Kürsinger geprägt und ist bis heute eine beliebte Bezeichnung für diesen formschönen Berg, der übrigens bis 1797 als Stützerkopf bekannt war.

Nordanstieg:

Über den Weg der Erstbegeher führt der heute gern genutzte Anstieg  zur die Kürsinger Hütte, die als Stützpunkt mittlerweile eisfrei erreichbar. Das Obersulzbachkees hat sich weit zurück gezogen, ist aber immer noch ein beeindruckender Gletscher.
Der Anstieg über dieses landschaftlich sehr schöne Tal ist eine tolle Tour zum Großvenediger, die man mit Bergführer begehen kann.
Am Weg durch das Obersulzbachtal laden die Berndl- und Postalm zur Einkehr ein. Ab Mai ist auch ein Taxi in Betrieb, das die Venediger-Aspiranten bis zur Materialseilbahn der Kürsinger Hütte bringt.
Gerade in dieser Jahreszeit ist es sehr lohnend die Unternehmung als Skitour anzugehen. Der lange Weg durch das Tal kann mit dem Taxi verkürzt werden und der Anstieg zum Großvenediger hat noch genügend Schnee, um diese Tour mit Ski durchzuführen.
In zwei Tagen kann man die Skitour zum Großvenediger über die Kürsingerhütte genießen.

Südanstieg:

Der wohl leichteste Anstieg ist der Weg über die Südseite.
Am Ende des Virgentals ist der Ausgangspunkt zur Johannishütte und zum Defreggerhaus. Im Sommer fährt das Venedigertaxi als Zubringer durch das Dorfertal und man kann schnell, die wohl älteste Schutzhütte der Ostalpen, die Johannishütte auf 2121m erreichen. Der Weiterweg zum Defreggerhaus ist eine schöne Wanderung, die uns auf 2963m zum Stützpunkt führt. Das Mullwitzkees kann neben der Hütte bestaunt werden. Beim Gipfelgang gelangt man nach kurzer Zeit auf den Gletscher und über weite Flächen zum Rainertörl am Oberen Keeboden. Ein kurzer, etwas steilerer Aufschwung führt zum Gipfelrücken und über diesen kann man den kreuzgeschmückten Gipfel 3657m besteigen.
Im Sommer ist der Anstieg ab dem Defreggerhaus ein guter Einstieg ins vergletscherte Hochgebirge. Technisch wenige schwierig, aber dennoch hochalpin und spaltenreiches Gelände.
So sollte für wenig Erfahrene eine Besteigung des Großvenediger mit Bergführer erfolgen.
Im Winter ist von dieser Seite nur die Johannishütte bewirtet. Diese schöne und beliebte Hütte ist immer einen Aufenthalt wert.
In zwei Tagen kann man durch diesen Stützpunkt die Skitour am Großvenediger über die Johannishütte planen. Der Hüttenzustieg erfolgt zu Fuß durch das Dorfertal und am zweiten Tag via Defreggerhaus zum Gipfel.
Die Abfahrt im herrlichen Skigelände über weite Hänge ist ein Genuss und bringt unvergessliche Erlebnisse.

Ostanstieg:

Der Ostanstieg als dritter klassischer Weg führt vom Matreier Tauernhaus nach Westen entlang des Gschlößbaches in das herrliche Tal bis Innergschlöß zum Venedigerhaus.
Von hier noch ein Stück taleinwärts beginnt der Anstieg zur Neuen Prager Hütte 2796m. Der Blick auf das spaltenreiche Schlatenkees und die beeindruckende Bergwelt ist einmalig. Vorbei an der Alten Prager Hütte 2489m, die am Venediger Höhenweg liegt, erreicht man diesen ostseitigen Stützpunkt. Beim Gipfelanstieg betritt man den Gletscher am nördlichen Bereich, folgt dem Kees bergwärts bis man die Venedigerscharte südlich passiert hat. Ab hier verläuft der Aufstieg gleich wie der Weg der Erstbegeher und über den Südrücken kommt man auf den höchsten Punkt.

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